
KI Idee der Woche: Gamifizierte Dashboards – Kampagnen steuern wie ein Videospiel
Dashboards sind entweder zu simpel oder zu komplex. Die Game-Industrie hat das seit Jahrzehnten gelöst. Mit KI und MCP-Konnektoren lassen sich Business-Interfaces bauen, die man wirklich versteht – und direkt steuern kann.
In der Logistik, im Operations, im Marketing – überall laufen komplexe Prozesse ab, überall gibt es viele KPIs. Und dann hat man Dashboards, die entweder übersichtlich, aber zu wenig hergeben, oder mega kompliziert sind. So richtig befriedigend ist das nie.
Was die Game-Industrie seit Jahrzehnten besser macht
Gleichzeitig gibt es eine Software-Branche, die genau dieses Problem gelöst hat: die Game-Industrie. GTA, Sims – da laufen auch komplexe Systeme ab, da gibt es viele Kennzahlen. Und trotzdem ist alles intuitiv, einfach zu erlernen, für jung bis alt.
Warum daran kein Beispiel nehmen?
KI + MCP: steuerbare Interfaces
Mit KI lassen sich solche Interfaces heute relativ einfach bauen. Und mit den ganzen Konnektoren, MCPs und APIs kann man nicht nur visualisieren, sondern auch steuern. Meta-Kampagnen laufen bei uns schon per Claude, nicht mehr direkt im Ad Interface. Aber textlastig ist das noch.
Deswegen haben wir einen nächsten Schritt ausprobiert.
Demo: Der Kampagnen-Garten
Das Interface zeigt Meta-Kampagnen als Strassen. Auf diesen Strassen laufen verschiedene Ads mit verschiedenen Lauflängen. Die Höhe einer Figur zeigt, wie teuer ein Ad war. Die Anzahl Männchen, wie viele Leads es generiert hat. Die Zeiger, wie viele Klicks.
Man kann die Kampagne von Anfang an durchlaufen lassen und sehen, wie sie sich entwickelt hat. Oder direkt auf heute springen und im Kampagnen-Garten herumschauen.
Sofort erkennbar: die Katze macht 40 Franken pro Lead – viel zu teuer, pausieren. Gleich daneben einer, der besonders viele Leads generiert hat – sehr spannend, Budget erhöhen, Laufzeit verlängern.
Alles direkt steuerbar aus demselben Interface.
Ideen für andere Branchen
Das Prinzip ist nicht auf Werbung beschränkt. Überall wo komplexe Prozesse auf KPIs treffen, ist der Ansatz anwendbar.
ERP und Produktion. Fertigungslinien als Strassen, Maschinen als Figuren, Auslastung und Störungen sofort sichtbar. Wer wartet, wer läuft, wo der Engpass ist – auf einen Blick, ohne durch Tabellen zu scrollen.
Logistik und Shipplanning. Routen, Lieferungen, Fahrzeuge als bewegliche Elemente auf einer Karte. Verspätungen färben sich rot, gut laufende Routen grün. Eingriffe direkt aus demselben Interface.
Sales und Lead-Prozesse. Deals als Figuren, die durch den Funnel wandern. Je näher am Abschluss, desto weiter vorne. Stillstand wird sofort sichtbar – und lässt sich direkt ansprechen.
Baubranche. Mehrere Bauprojekte parallel, jedes mit eigenem Zeitplan, Budget und Fortschritt. Welches ist im Plan, welches brennt, wo muss die Bauleitung heute eingreifen?
Gastronomie und Hotellerie. Tische, Zimmer, Reservierungen als visuelles System. Ausgelastete Bereiche sofort erkennbar, Upselling-Möglichkeiten direkt ansteuerbar.
Gemeinsam ist allen: Die Zahlen waren schon vorher da. Was gefehlt hat, war ein Interface, das man wirklich benutzen will.
Noch ein Anfang
Das ist erst ein Proof of Concept. Aber die Frage dahinter ist real: Was müsste ein Dashboard können, damit man wirklich gerne hinschaut – und sofort weiss, was zu tun ist?
Was würdest du in deinem Unternehmen so visualisieren?